Das HelEx-Projekt

Europäische Sonnenblumen nutzen die natürlichen Abwehrkräfte der Helianthus gegen Trockenheit.

HelEx ist ein auf 4 Jahre angelegtes Forschungs- und Innovationsprojekt, das vom EU-Förderprogramm Horizon Europe unterstützt wird.

Das 5,5-Millionen-Euro-Projekt zielt darauf ab, molekulare und genetische Strategien zu identifizieren, um den Sonnenblumenanbau an den Klimawandel anzupassen und gleichzeitig seine Umweltbilanz zu verbessern.

Das Hauptziel ist die Entwicklung neuer Sonnenblumensorten, die widerstandsfähiger gegen Trockenheit und extreme Wetterbedingungen sind. Dazu werden Helianthus Extremophilus-Sorten verwendet und neue Pflanzenzüchtungstechniken (NBT) angewendet.

HelEx : Förderung der Widerstandsfähigkeit von Sonnenblumen angesichts der klimatischen Herausforderungen

Abiotische Stressfaktoren, vor allem Trockenheit und Hitze, haben erhebliche Auswirkungen auf die Pflanzenphysiologie, die Entwicklung und damit auch auf den Ernteertrag.

In Europa wirkt sich die Trockenheit stark auf die Landwirtschaft aus, insbesondere auf die Sonnenblumenproduzenten. Wildpflanzenarten, insbesondere die 49 in Nordamerika heimischen Helianthus-Arten, haben sich so entwickelt, dass sie solchen Belastungen standhalten.

Diese Arten haben Anpassungsstrategien entwickelt, um in extremen Umgebungen wie Wüsten und hochgelegenen Gebieten zu überleben. Sie ziehen viele Bestäuber an, was wichtig ist, da sie nicht mit sich selbst kompatibel sind. Die Anziehungskraft der Sonnenblume auf Bestäuber wird durch visuelle und flüchtige Reize sowie durch Belohnungen wie Nektar und Pollen beeinflusst, die durch die Umweltbedingungen beeinflusst werden können.

Pionierarbeit bei der Widerstandsfähigkeit von Sonnenblumen durch Wildgenetik und moderne Technologien

HelEx zielt darauf ab, die genetischen und molekularen Mechanismen zu nutzen, die von wilden Helianthus-Arten entwickelt wurden, um sich an extreme Klimabedingungen anzupassen.

Ziel ist es, diese Mechanismen in den Sonnenblumenanbau zu integrieren, um die Samenqualität und die Bestäuberressourcen zu bewahren. Mehrere Projekte haben sich mit der Toleranz der Sonnenblume gegenüber Trockenheit und anderen abiotischen Stressfaktoren befasst, vor allem auf molekularer Ebene.

HelEx will über das bestehende Wissen hinausgehen, indem es innovative Methoden zur Phänotypisierung mithilfe von KI entwickelt, Multi-omics-Netzwerke erstellt und neue Haplotypen von wilden Helianthus-Arten identifiziert.

Das Projekt zielt auch darauf ab, die Züchtungsprogramme für Sonnenblumen zu optimieren. Dabei geht es um Herausforderungen wie die schmale genetische Basis der gezüchteten Sonnenblume und die Komplexität der gewünschten Eigenschaften.

Mithilfe multidirektionaler Kommunikation und der Einbindung von Interessengruppen will HelEx seine Wirkung steigern und nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken fördern.

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